16.08.2011 - Freizeit, Sport, Veranstaltungen:
Streitwagenrennen-Seriensieger waren nicht zu bremsen

Am Vortag und auch noch am Mittag des Veranstaltungstages hätten Wetten auf Trockenheit beim Streitwagenrennen in Neunkirchen keine hohen Quoten ergeben. Doch der Wind war schneller als alle Vorhersagen und so war der Starkregen schon kurz vor dem Start der Wettbewerbe am Sonntagnachmittag durchgezogen - und es blieb trocken.
Acht Herren- und zwei Damen-Teams stellten sich, um den etwas vollmundigen Titel des "Weltmeisters im Römischen Streitwagenrennen zwischen zwei Kreiseln" zu erringen. Dabei verlief die Strecke in diesem Jahr nicht mehr zwischen den beiden Mini-Kreiseln, sondern war um rund 100 Meter verkürzt worden. Dem Ehrgeiz der Teilnehmer tat dies keinen Abbruch. Angefeuert von mehr als 200 Zuschauern, knapp die Hälfte davon Gäste aus Litauen und Polen mit ihren Gastgebern, rollten die von Kunstschmied Herbert Köchner gefertigten Wagen die Hauptstraße auf und ab. Internationales Flair gab es auch im Rennen, indem sich je ein litauisches und ein polnisches Team den teils erfahrenen Gegnern stellten, aber leider früh ausschieden. Eine zweite Mannschaft der Besucher aus Litauen nahm spontan außer Konkurrenz teil.
Nur das neue Punktesystem trübte den Spaß an dem Wettbewerb. Die nachträgliche gestaffelte Zeitgutschrift für ältere Teilnehmer machte die Rennen für die Zuschauer unattraktiver und für die Teilnehmer unkalkulierbar. So trugen zumeist die Zweitplazierten von Vor- und Zwischenläufen den Sieg davon, während die Führenden angesichts ihres vermeintlichen Vorsprungs bereits den "Dampf herausgenommen" hatten. Sogar beim Finale siegte das als zweites einlaufende Gespann. Altersdifferenzen hätte man besser durch einen Zeitvorsprung beim Start ausgeglichen, um einen aussagekräftigen Zieleinlauf zu erreichen.
Die neue Regelung war damit begründet worden, daß bislang "fast immer die gleiche junge Mannschaft" gewonnen hatte. Doch das hiermit gemeinte Team der 'Doping Wonders' hatte sich taktisch auf die neuen Regeln eingestellt und den eigens geehrten "ältesten" Teilnehmer mit ins Rennen geschickt. Dank des Zeitbonus gelang ihnen so erneut der Titelgewinn. Auf die Plätze liefen die Gespanne der 'VR-Bank' und der 'Garde 2011'. Bei den Damen konnte sich der zum wiederholten Male angetretene 'Orient Express' erstmals durchsetzen und den 'Nadelclub' knapp hinter sich lassen. (cs)
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